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Mark Terrill (with translation by the author)

Mark Terrill

(with translation by the author)



In Terms of Time

In terms of time the city can be celestial the city can be heavenly the city can be nitty-gritty surreptitiously subversive when the city is Hamburg & you’re sitting outside the Café Paris in the Rathausstraße on a cool Monday morning because inside it’s full & what isn’t full is reserved & anyway it’s nearly deserted outside & much more in keeping with your all-alone-in-the-big-city state of mind but then a half an hour goes dragging by & although you’ve managed to make eye contact with all three of the young German waitresses who work there—one of them even briefly smiling at you through one of the big open windows with one of those meaningless-empty-gesture harried-waitress-smiles—not one of them has felt compelled to step outside & see what it is you might actually want flitting about inside with their Hanseatic reserve & professional aloofness & part of you is getting all edgy & uptight & impatient in a very small caliber way thinking this would never happen in Paris… while simultaneously another part of you is loosening up & going with the flow just taking it all in with a sort of munificent & benign stoicism thinking every minute every second the birthing world collides with the dying world and produces the here & now… & for that lightning-bolt flash of diamond-cutting wisdom you could almost be grateful if you didn’t have such an insuperable hankering for a piping hot café au lait & a flaky fluffy croissant.



Zeitlich Betrachtet

Zeitlich betrachtet kann die Stadt herrlich sein kann die Stadt himmlisch sein kann die Stadt kernig-körnig heimlich subversiv sein wenn die Stadt Hamburg ist & du draußen an einem Tisch vor dem Café Paris sitzt in der Rathausstraße an einem frischen Montagmorgen weil drinnen alles besetzt ist & was nicht besetzt ist ist reserviert & draußen ist sowieso fast alles verlassen & passt viel besser zu deinem allein-in-der-Großstadt Gefühl aber dann vergeht fast eine halbe Stunde & obwohl du schon Blickkontakt mit allen drei Mädels die da arbeiten zustande gebracht hast—eine hat dir sogar kürzlich zugelächelt durch eins von den großen offnen Fenstern mit einer Art bedeutungslos-leeren-Geste genervte-kellnerin-grinsen—nicht eine fühlt sich verpflichtet nach draußen zu kommen um zu sehen was du eigentlich willst statt dessen flitzen sie alle drinnen hin & her mit ihrer hanseatischen Reserviertheit & professionellen Zurückhaltung & ein Teil von dir wird schon nervös & ungeduldig auf eine sehr kleinbürgerliche Art & du denkst so was würde in Paris nie passieren… während gleichzeitig ein anderer Teil von dir lockerer & aufgeschlossener wird & fließt mit dem Strom & nimmt alles auf mit einer Art großzügigen & wohlwollenden stoischen Ruhe & du denkst jede Minute jede Sekunde trifft die gebärende Welt die Sterbende Welt & produzieret das Hier & Jetzt… & für diesen Blitzschlageinfall von diamantschneidender Weisheit könntest du schon fast dankbar sein wenn du nicht eine so unüberwindbare Lust hättest auf einen dampfend-heißen Café au Lait & ein knusprig-fluffiges Croissant.




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